Lavendeltinktur gegen Schlafprobleme, Migräne und vieles mehr
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Lavendel ist eine beliebte Pflanze in Gärten, Parks und auf dem Balkon. Sein intensiver Duft vertreibt einerseits Mücken, lockt aber Schmetterlinge, Hummeln und auch Bienen an. Die auffälligen lila Blüten des Lavendel werden schon seit mehreren Jahrhunderten sehr geschätzt. Ihre ätherischen Öle machen sie zu einer beliebten Zutat für Kosmetik, Badezusätze, Parfüm und vielen anderen Produkten.

Aber auch für unsere Gesundheit ist Lavendel vielseitig einsetzbar. Nicht umsonst wurde er 2008 zur Heilpflanze des Jahres ernannt. Lavendel wirkt insbesondere beruhigend, entzündungshemmend, antibakteriell und entkrampfend. Seine Heilwirkung kannst du dir auf vielfältige Weise zunutze machen, zum Beispiel als beruhigenden Lavendeltee gegen Schlafprobleme, Jetlag oder zum Entspannen nach einem anstrengenden Tag. Auch als Lavendelöl, Salbe und Tinktur kannst du diese Heilpflanze das ganze Jahr über für deine Gesundheit nutzen.

Lavendel-Tinktur ansetzen

Eine heilende Lavendeltinktur anzusetzen ist zwar einfach, benötigt jedoch etwas Geduld. Ernte die Lavendelblüten indem du die Stängel abschneidest und zu kleinen Sträußen zusammen bindest. Der Zeitpunkt der Ernte ist dabei entscheidend, denn wenn die Blüten zu lange geöffnet sind, verfliegen die wertvollen ätherischen Öle. Der ideale Zeitpunkt ist, wenn sich die ersten Blüten langsam öffnen. Anschließend hängst du die Sträuße kopfüber im Schatten zum Trocknen auf. Sobald sie vollständig getrocknet sind kannst du die Blüten weiterverarbeiten.

Alleskönner Lavendel: Nutze das vielseitige Heilkraut für erholsamen Schlaf, gegen Migräne, Hautprobleme und für deine Naturkosmetik.

Das wird für die Herstellung der Tinktur benötigt:

  • getrocknete Lavendelblüten aus dem Garten oder online erhältlich
  • Ansatzalkohol wie zum Beispiel Prima Sprit oder anderen neutralen Alkohol mit mindestens 40 % Vol.
  • Glas zum Reifen der Tinktur, zum Beispiel ein Schraubglas oder Apothekerflaschen
  • Teefilter oder feines Sieb zum Abseihen der fertigen Tinktur
  • Flaschen aus Braunglas zur Aufbewahrung

So stellst du deine Tinktur her:

  1. Die Lavendelblüten in ein Glas geben.
  2. Die Blüten mit Alkohol übergießen, bis sie vollständig bedeckt sind.
  3. Das Glas verschließen und bei Zimmertemperatur im Schatten reifen lassen.
  4. Das Glas ab und zu sanft schütteln damit sich die Wirkstoffe besser lösen.
  5. Die Tinktur nach drei bis vier Wochen abseihen und in kleine Braunglasflaschen füllen.

Die lila Blüten des Lavendels mit ihrem intensiven Duft riechen nicht nur gut, sondern können, zum Beispiel als heilsame Tinktur, auch für die Gesundheit genutzt werden.

Innerliche Anwendung der Lavendel-Tinktur

Lavendel wird schon seit hunderten von Jahren zur Beruhigung eingesetzt. Die ätherischen Öle und der intensive Duft seiner Blüten helfen bei Schlafproblemen und Unruhezuständen. Dazu nimmst du abends zwanzig bis dreißig Tropfen der Tinktur mit einem Glas Wasser. Diese Tinktur kann auch dabei helfen besser durchzuschlafen.

Durch das enthaltene Tannin kann die Tinktur auch Depressionen und Angstzustände lindern. Nimm dazu dreimal täglich bis zu zwanzig Tropfen mit etwas Wasser ein. Die Lavendeltinktur wirkt stimmungsaufhellend, beruhigend und stärkend auf die Seele.

Dank der Bitterstoffe im Lavendel ist er auch bei Magenproblemen ein beliebter Helfer. Die Lavendeltinktur wirkt entkrampfend und blähungslindernd und kann bei nervösen Magen- und Darmbeschwerden sowie bei Krämpfen und Übelkeit helfen. Sie kann außerdem bei Blähungen und Appetitlosigkeit Linderung verschaffen.

Äußerliche Anwendungsmöglichkeiten

Durch ihre schmerzlindernden und entspannenden Wirkstoffe kann die Lavendeltinktur auch bei Kopfschmerzen und Migräne Linderung verschaffen. Massiere dazu die Schläfen mit ein paar Tropfen der Tinktur oder gib ein paar Tropfen auf ein kleines Tuch und leg es auf deine Stirn oder deinen Nacken.

Bei Rheuma und Muskelkater können die heilenden Wirkstoffe helfen die Schmerzen zu lindern. Reibe dazu die betroffenen Körperstellen zwei bis dreimal täglich mit der Lavendeltinktur ein.

Auch bei Akne, unreiner Haut und Entzündungen kann diese Tinktur Linderung verschaffen. Das enthaltene Linalool wirkt antiseptisch und kann helfen Schwellungen zu mildern, Schmerzen zu lindern und Narbenbildung vorzubeugen.

Die lila Blüten des Lavendels mit ihrem intensiven Duft riechen nicht nur gut, sondern können, zum Beispiel als heilsame Tinktur, auch für die Gesundheit genutzt werden.

Wofür verwendest du Lavendel am liebsten? Berichte von deinen Erfahrungen in den Kommentaren!

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