Kandierte Blüten: Kleine Kunstwerke zum Vernaschen
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Viele Wildpflanzen und Kräuter blühen nur für eine ganz bestimmte, kurze Zeit. Eine besonders dekorative Möglichkeit, diese vergängliche Schönheit einzufangen, besteht darin, die Blüten zu kandieren. Mit Zucker als Konservierungsmittel entstehen so nicht nur bunte Süßigkeiten, sondern auch kleine Kunstwerke.

Beschränken brauchst du dich beim Zuckern von Blüten und Knospen aber nicht auf die  klassischen kandierten Veilchen oder kandierten Rosenblätter. Auch Löwenzahn, Rotklee, Kapuzinerkresse, Ringelblume, Wegwarte, Kornblume und vielen weiteren Wildpflanzen bringen essbare Blüten hervor.

Um deine eigenen kandierten Blüten herzustellen, findest du in diesem Beitrag zwei Methoden – eine klassische und eine vegane Variante.

Blüten kandieren: die klassische Variante

Für diese Art des Kandierens kommt Hühnereiweiß zum Einsatz. Du benötigst folgende Zutaten:

Habe zudem entsprechende Utensilien zur Hand:

  • 1 Bogen Backpapier
  • 1 Backpinsel
  • 1 Teller
  • 1 Schale
  • Schneebesen oder Handmixer.

Kandierte Blüten sind nicht nur schön anzusehen, sondern schmecken auch noch himmlisch – egal ob auf Kuchen, Eis, Dessertcremes oder einfach so.

Um Blüten auf die klassische Art zu kandieren, gehst du so vor:

  1. Das Eiweiß in einer Schale mit einem Teelöffel Zucker leicht schaumig, aber nicht steif schlagen.
  2. Den restlichen Zucker auf einem Teller verteilen.
  3. Essbare Blüten einzeln zunächst in die Eiweiß-Zucker-Mischung und dann in den Zucker tauchen und auf einem Backblech auslegen.
  4. Sind alle Blüten gezuckert und ausgelegt, noch einmal mit einem Backpinsel mit etwas Eiweiß bestreichen und den übrigen Zucker über die Blüten streuen.
  5. Die kandierten Blüten zum Trocknen an einen trockenen, warmen Ort stellen.

Tipp: Wenn es schnell gehen muss, lassen sich die Blüten auch für ca. fünf Stunden bei 40 °C im Backofen bei leicht geöffneter Ofentür trocknen.

Kandierte Blüten sind nicht nur schön anzusehen, sondern schmecken auch noch himmlisch – egal ob auf Kuchen, Eis, Dessertcremes oder einfach so.

Eine vegane Alternative: Blüten kandieren ohne Eiweiß

Eine weitere Möglichkeit, kandierte Blüten herzustellen, verzichtet auf die Verwendung von tierischem Eiweiß und ersetzt es stattdessen mit Gummi arabicum. Dieses wird aus dem harzigen Pflanzensaft von Akazien-Bäumen gewonnen und ist in Deutschland unter der Kennzeichnung E414 als unbedenklicher Lebensmittelzusatzstoff seit Jahrzehnten im Einsatz.

Um Blüten auf vegane Art zu zuckern, mische zunächst je einen Teelöffel Zucker und pulverisiertes Gummi arabicum (in Reformhäusern, Apotheken oder online erhältlich) in vier Teelöffel kaltes Wasser, bis sich alle Klümpchen aufgelöst haben und eine kleberartige Konsistenz entsteht.

Mit dieser Mischung kannst du nun wie oben beschrieben weiterverfahren. Der einzige Unterschied im Endergebnis ist, dass die Kandierung durch Gummi Arabicum eine eher karamellartige Farbe erhält, weshalb sie sich für dunkle Blüten besser eignet als für weiße.

Kandierte Blüten werden nach dem vollständigen Trocknen trocken und luftdicht (z.B. in einem Schraubglas) aufbewahrt und halten sich dann etwa sechs Monate lang.

Du kannst mit kandierten Blüten Süßspeisen wie Zitronenkuchen mit Lavendel, Holunderblütentorte oder Eiscreme garnieren oder sie einfach so naschen.

Alle essbaren Wildpflanzen, die sich in deiner Nachbarschaft tummeln, und weitere tolle Zubereitungsideen findest du in diesen Büchern:

Welche Variante würdest du zum Kandieren von Blüten verwenden? Wir sind gespannt auf deine Ergebnisse – auch gern in Form von Fotos in einem Kommentar unter diesem Beitrag!

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