Johanniskrauttee – wertvolle Hilfe bei Depressionen, Migräne und Winterblues
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Das Echte Johanniskraut mit seinen goldgelben Blüten besitzt die Fähigkeit die Kraft der Sonne zu speichern. Diese Lichtblume ist eine der vielseitigsten und wirkungsvollsten Heilpflanzen Europas und war 2015 Arzneipflanze des Jahres. Am bekanntesten ist das Johanniskraut als Antidepressivum. Es bringt Licht in unser Gemüt und hilft uns mit seiner stimmungsaufhellenden Kraft gerade zur dunklen Jahreszeit.

Doch dieses sonnenhafte Kraut birgt noch viele weitere Kräfte in sich. In der Frauenheilkunde wird es als Erste-Hilfe-Mittel gegen Migräne und bei Wechseljahresbeschwerden eingesetzt.

Im Handel gibt es viele verschiedene Präparate mit den Wirkstoffen des Johanniskrauts. Du kannst es aber auch einfach selbst sammeln, und seine positiven Eigenschaften das ganze Jahr über nutzen, zum Beispiel in Form einer Johanniskraut-Tinktur, des berühmten Rotöls, einer selbstgemachten Johanniskraut-Salbe oder ganz einfach als gesunden Teeaufguss.

Johanniskrauttee zubereiten

Johanniskraut bevorzugt trockene und magere Standorte wie Wegränder, Kiesgruben und Steinbrüche. Durch die goldgelben Blüten mit den fünf Blütenblättern ist es sehr auffällig und leicht zu identifizieren. Pflücke eine Blüte und zerreibe sie zwischen deinen Fingern um zu prüfen ob es sich um das echte Tüpfel-Johanniskraut handelt. Tritt beim reiben ein roter Saft aus, dann ist es echt. Ansonsten handelt es sich wahrscheinlich um eine andere Johanniskrautart mit deutlich weniger Wirkstoffen.

Schneide die Stängel im oberen Viertel ab, binde sie zu Sträußen und hänge sie kopfüber an einem sonnigen und trockenen Ort auf. Wenn die Pflanzen getrocknet sind, kannst du Blätter und Blüten zerbröseln und zur Aufbewahrung in Schraubgläser füllen. Alternativ ist getrocknetes Johanniskraut im Teegeschäft, Bioladen oder online erhältlich.

Um daraus einen heilsamen Tee zubereiten, gehst du wie folgt vor:

  • Zwei Teelöffel Johanniskraut in ein Teenetz geben
  • Mit 250 ml sprudelnd kochendem Wasser übergießen
  • Zehn Minuten ziehen lassen
  • Teenetz entfernen und genießen

Anwendung des Johanniskrauttees

Das im Johanniskraut enthaltende Hypericin, welches für die rote Farbe des Tees sorgt, ist auch für die antidepressive Wirkung des Johanniskrauttees verantwortlich. Zusammen mit dem enthaltenen Hyperforin vermehrt es die im Gehirn verfügbaren Botenstoffe und Neurotransmitter. Dadurch wirkt der Tee bei Niedergeschlagenheit, Stimmungstiefs, Depressionen und Erschöpfung. Auch bei Winter- und Wochenbett-Blues kann eine regelmäßige Einnahme dieses Tees helfen.

Zur Erholung und Stärkung nach einer längeren Krankheit wird Johanniskrauttee als Kur über drei bis vier Wochen täglich empfohlen. Die Dosis von zwei bis drei Tassen am Tag sollte dabei nicht überschritten werden.

Auch bei Schlafstörungen und Nervosität ist Johanniskraut als Tee oder als Bestandteil einer Teemischung, zum Beispiel mit Lavendel, sehr hilfreich.

Johanniskraut hat eine blutdrucksenkende Wirkung. Zudem reduziert es die Wirkung von blutdrucksenkenden Medikamenten. Bei erhöhtem Blutdruck sollte eine längere Einnahme des Tees mit dem Arzt abgesprochen werden.

Äußerlich angewendet hilft dieser Tee bei Verstauchungen, Nervenschmerzen und Hexenschuss. Dazu werden in Tee getränkte Kompressen auf die betroffenen Körperstellen gelegt.

Beachte: Anwendung von Johanniskraut macht die Haut lichtdurchlässiger. Deshalb sollte die Dosis von drei großen Tassen des Tees am Tag nicht überschritten werden. Bei Einnahme von Medikamenten und während der Schwangerschaft sollte der Tee nicht ohne Rücksprache mit deinem Arzt getrunken werden.

Das Johanniskraut speichert die Energie der Sonne und ein Teeaufguss kann uns besonders im Winter bei Stimmungstiefs, leichten Depressionen und Schlafstörungen helfen.

Hast du schon einmal Johanniskraut gesammelt? Wie nutzt du es am liebsten?

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