Goldrutentee gegen Harnwegsinfektionen selber machen
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Die Goldrute lässt im Spätsommer viele Wiesen in einer gelben Pracht erstrahlen. Sie ist eine der wenigen Pflanzen, die bis in den Herbst hinein blüht und den Bienen noch Nahrung zur Verfügung stellt.

Nicht nur für die Tiere, sondern auch für unsere Gesundheit, ist die Goldrute eine wahre Bereicherung. Bereits vor Jahrhunderten wurde sie bei Nierenleiden und anderen Erkrankungen eingesetzt. Wie du sie zu einem heilkräftigen Tee verarbeitest und wie sie deiner Gesundheit helfen kann, erfährst du hier.

Goldrutentee zubereiten

Die Wirkung der echten Goldrute ist der kanadischen Goldrute sehr ähnlich, für den Tee können beide Sorten genutzt werden. Verwendet werden die Blüten und Blätter der blühenden Pflanze. Die Blütezeit ist im Spätsommer zwischen Juli und Oktober.

Schneide die Pflanzen etwa zehn Zentimeter über dem Boden ab und binde sie zu Sträußen zusammen. Diese werden an einem schattigen Ort zum Trocknen aufgehängt. Sobald das Kraut trocken ist und knistert können Blätter und Blüten von den Stielen gestreift und zur Aufbewahrung in Schraubgläser gefüllt werden. Alternativ ist getrocknetes Goldrutenkraut auch im Teegeschäft, Bioladen oder online erhältlich.

So wird der Tee zubereitet:

  1. Zwei Teelöffel Goldrutenkraut in eine Tasse oder ein Teesieb geben und mit 250 Milliliter siedendem Wasser übergießen.
  2. Abgedeckt für acht bis zehn Minuten ziehen lassen.
  3. Kondensiertes Wasser am Deckel in den Tee gießen.
  4. Tee abseihen oder Teesieb entfernen und möglichst frisch und warm genießen.

Wirkung des Goldrutentees

Bekannt ist die Goldrute insbesondere für ihre heilende Wirkung bei Blasen- und Nierenerkrankungen. Ihre antibakteriellen, entzündungshemmenden und ausschwemmenden Inhaltsstoffe machen sie zu einer beliebten Zugabe in Teemischungen gegen Blasenentzündungen. Schmerzen beim Wasserlassen kann ein Teeaufguss mit Goldrute ebenfalls lindern.

Bei akuten Beschwerden der Harnwege können drei bis fünf Tassen Goldrutentee über den Tag verteilt getrunken werden. Der Tee hilft dabei, die Entzündung zu lindern und Krankheitserreger aus dem Körper zu spülen. Zusätzlich sollte darauf geachtet werden, ausreichend Flüssigkeit von mindestens drei Litern am Tag zu sich zu nehmen.

Vorbeugend kann die Goldrute gegen Nierensteine und Nierengrieß eingesetzt werden. Dafür werden zwei bis drei Tassen des Tees über den Tag verteilt, zwischen den Mahlzeiten getrunken. Als Kur sollte nach sechs Wochen die Einnahme für eine Woche pausiert werden, um die Wirkung aufrecht zu erhalten.

Entzündungen im Mund- und Rachenraum können durch Gurgeln mit Goldrutentee gelindert werden. Dafür wird ein starker, abgekühlter Teeaufguss zwei bis dreimal als Mundspülung verwendet.

Viele weitere schmackhafte und heilende Teesorten, die du in deiner Nähe sammeln kannst, findest du hier und in unserem Buchtipp:

Kennst du noch andere Anwendungsgebiete für die Goldrute? Teile deine Tipps und Erfahrungen in einem Kommentar unter diesem Beitrag!

Die Goldrute ist nicht nur schön anzuschauen, sondern kann als Tee auch verschiedene natürlich Harnwegsinfektionen lindern.

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