Krosse Wildkräuterchips – Mit Suchtgefahr!
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Zu einem entspannten Abend vor dem Fernseher gehören für die meisten von uns oft leckere Snacks. Sie sind so schnell verspeist, dass wir oft gar nicht merken, wie ungesund sie sind. Das viele Salz, Zucker und ungesunde Fette können wir uns eigentlich sparen.

Eine gesunde und sehr schmackhafte Alternative sind Chips aus Wildkräutern. Die gesunden Blätter vieler Wildpflanzen kannst du leicht in krosse Chips verwandeln und mit ihnen sogar Skeptiker von der Wildkrautküche überzeugen.

Wildkräuterchips sind auch für Kinder eine tolle Sache. Meine Kinder lieben es, beim Sammeln, Zubereiten und natürlich beim Verzehr der krossen Blättchen zu helfen. Ähnlich wie bei Kartoffelchips kann man nur schwer wieder aufhören, wenn man einmal angefangen hat, und die Schüssel ist ruckzuck leer. Wie du die Wildkräuterchips im Handumdrehen zubereitest, erfährst du in diesem Beitrag!

Wildkräuter für leckere Chips

Zur Herstellung der Chips kannst du die Blätter deiner Lieblingskräuter verwenden. Probiere einfach, welche dir am besten schmecken. Ich nehme gern:

  • Brennnesselblätter – Sie sind sehr dünn und werden deshalb besonders kross. Außerdem sehen sie hübsch aus und eignen sich geröstet gut als herzhafte Dekoration. Brennnesselblätter sind die ganze Vegetationsperiode über reichlich zu finden. Ihre Brennhaare werden durch das heiße Öl zerstört. Der typische Brennnesselgeschmack geht durch das Braten verloren, deshalb ist dieses Rezept auch für Menschen geeignet, die normalerweise keine Brennnesseln mögen.
  • Spitzwegerichblätter – Verwende vom Spitzwegerich nur junge Blätter, da ältere zäh sein können. Du findest sie fast das ganze Jahr über und kannst sie leicht sammeln.
  • Schafgarbenblätter – Die würzigen Blättchen der Schafgarbe lassen sich gut rösten und sind sehr dekorativ. Auf gemähten Wiesen wachsen die ganz jungen Blätter immer wieder nach, sie werden schön knackig und sind frei von zähen Fasern.

Leser empfehlen unter anderem die Blätter dieser Pflanzen: Giersch, Birke, Gundermann, Rukola und Salbei

Zubereitung der Wildkräuterchips

Neben den Kräuterblättchen benötigst du:

  • etwas Bratöl
  • Salz und Paprika
  • eine Pfanne
  • Küchenkrepp

Diese gesunden und schmackhaften Snacks aus Brennnesseln, Spitzwegerich und anderen Wildkräutern sind die perfekte Alternative zu Kartoffelchips.

So gehst du bei der Zubereitung vor:

  1. So viel Bratöl in die Pfanne geben, dass die Blättchen später gut im Öl liegen.
  2. Bratöl erhitzen und die Blättchen nacheinander hineinlegen. Spitzwegerichblätter sind etwas empfindlicher als Brennnessel und Schafgarbe, darum beginne ich mit ihnen, noch bevor das Öl richtig heiß ist.
  3. Sobald sie nicht mehr zischen, sind sie fertig und werden mit einer Gabel herausgeholt. Länger sollten Sie nicht im Öl liegen, da sie sonst verbrennen.
  4. Geröstete Blättchen kurz auf das Küchenkrepp legen, so dass überschüssiges Öl aufgesaugt werden kann.
  5. Mit Salz und Paprika würzen.

Du kannst sie abkühlen lassen und später verzehren. Meine Kinder und ich lieben sie jedoch am liebsten frisch und ein Vorrat hält nie lange an.

Diese gesunden und schmackhaften Snacks aus Brennnesseln, Spitzwegerich und anderen Wildkräutern sind die perfekte Alternative zu Kartoffelchips.

So einfach stellst du köstliche Wildkräuterchips her. Hast du dieses oder ein ähnliches Rezept schon einmal probiert?

Übrigens kannst du auch aus vielen Gemüsesorten im Handumdrehen köstliche Gemüsechips als Alternative zu Kartoffelchips herstellen.

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