7 Wildkräuter für gesunde Füße
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Unsere Füße tragen uns das ganze Leben und werden täglich stark beansprucht – von falschem Schuhwerk, synthetischen Strümpfen oder falscher Belastung mal abgesehen.

Wenn man bedenkt, dass all unsere Organe mit einer Fußreflexzonenmassage beeinflusst werden können, sieht man die Wichtigkeit unserer Füße. Damit wir lange „gut zu Fuß“ sind, können unsere Füße eine regelmäßige Pflege gut gebrauchen.
Mit den folgenden Wildkräutern kannst du deine Füße unterstützen, damit du lange schmerzfrei durchs Leben gehen kannst.

Müde, brennende und geschwollene Füße

Wurmfarn war ursprünglich, wie der Name schon sagt, das Parademittel gegen Bandwürmer. Innerlich wird Wurmfarn heute allerdings nicht mehr angewendet, da er nicht nur Parasiten lähmt, sondern auch zu zahlreichen Vergiftungen geführt hat.
Äußerlich angewendet kann Wurmfarn allerdings eine tolle Bereicherung für müde Wanderer sein – frische Farnwedel in den Wanderschuhen helfen bei brennenden Füßen, ein Fußbad bei müden Beinen und Wadenkrämpfen.
Für ein Fußbad zwei Handvoll Wurmfarn-Wedel mit fünf Litern Wasser aufkochen, zehn Minuten ziehen lassen und abseihen. Danach die Füße etwa zehn bis fünfzehn Minuten im lauwarmen Fußbad entspannen.

Ein Fußbad mit Beifuß hilft bei müden, angeschwollenen Füßen und wirkt durchblutungsfördernd.
Dafür werden 100 g Beifußblätter in drei Litern Wasser 15 Minuten gekocht. Nachdem der Sud auf eine angenehme Temperatur abgekühlt ist, kann man ein wohltuendes Fußbad von etwa zehn Minuten nehmen.

Tipp: Die Flüssigkeit muss nicht unbedingt abgeseiht werden, man kann die Blätter auch während des Bades in der Schüssel belassen.

Verletzungen, Verstauchungen und Hühneraugen

Unsere Füße sind der meistbeanspruchteste Teil unseres Körpers. Wenn man von 8.000 bis 10.000 Schritten pro Tag ausgeht, umrundet der Durchschnittsmensch in seinem Leben drei Mal die Erde. Da kann es schnell einmal passiert, dass man sich den Fuß verstaucht.

Hierfür ist Beinwell das Paradekraut und eine selbstgemachte Beinwellsalbe ist ein gutes Heilmittel. Das Allantoin im Beinwell wirkt zudem glättend und weichmachend.
Spar dir den Weg in die Apotheke. Eine natürliche Heilsalbe für Wunden, Schnittverletzungen und Prellungen kannst du mit wenig Aufwand selbst herstellen! Das Gänseblümchen wurde zur Heilpflanze des Jahres 2017 erkoren und ist besonders für ihre positive Wirkung auf die Haut berühmt. Eine selbstgemachte Gänseblümchensalbe wirkt entzündungshemmend und kann auch bei kleineren Schnitten und Rissen die Wundheilung fördern.
Hühneraugen sind lästig und schmerzhaft, ihnen kannst du mit Efeu den Garaus machen. Hierfür legst du frische Efeublätter für mindestens zwei Tage in Essig. Nach dieser Zeit kannst du das erste Blatt über Nacht auf dein Hühnerauge legen – am besten fixierst du es mit einer Binde und ziehst eine Socke darüber. Am nächsten Morgen entfernst du das Blatt. Dies wiederholst du jede Nacht, bis dein Hühnerauge verschwunden ist.

Schöllkraut gegen Warzen

Das gelb blühende Schöllkraut kann bei vielen Hautproblemen helfen, besonders berühmt ist es aber wegen seiner Wirkung gegen Warzen und auch Hühneraugen. Beim Zerbrechen seiner Stängel tritt ein leicht ätzender, gelber Saft auf. Er wirkt antiviral und kann zwei bis drei mal täglich auf die betroffene Stelle geträufelt werden. Alternativ kannst du auch eine Schöllkraut-Tinktur verwenden.

Schwitzende, schweißige Füße

Etwa 90.000 Schweißdrüsen an unseren Füßen helfen unserem Körper bei der Entgiftung und sondern durchgehend Flüssigkeit ab. Falsches Schuhwerk und Socken aus Kunstfaser können – je nach Veranlagung – zu feuchten und schweißigen Füßen führen. Pulver aus getrocknetem Ackerschachtelhalm kann hier vorbeugend in die Socken und Schuhe gestreut werden.

Der Ackerschachtelhalm ist ein wunderbares Heilkraut, welches du unter anderem bei Nieren- und Blasenleiden, brüchigem Haar und Nägeln, Entzündungen und Wunden nutzen kannst.
von Andrey Zharkikh (CC-BY-2.0)

Auch eine Tinktur aus Ackerschachtelhalm ist wirksam, die Fußsohlen und Zehen werden vor dem Anziehen der Socken täglich mit der Tinktur bestrichen. Um die Ackerschachtelhalmtinktur herzustellen, übergießt man frischen oder getrockneten Ackerschachtelhalm mit mindesten 40-prozentigem Alkohol und lässt diese Mischung drei Wochen ziehen. Danach abfiltern und in einer dunklen Flasche lagern.

Huflattich wirkt antibakteriell und entzündungshemmend, weshalb ein regelmäßiges, lauwarmes Fußbad bei Fußschweiß Linderung bringen kann. Koche etwa 100 g getrocknete Blätter in einem Liter Wasser auf und lasse den Sud etwa zehn Minuten ziehen. Die empfohlene Badedauer ist zehn bis fünfzehn Minuten.
Wenn es dir möglich ist, versuche auf Wiesen, in Wäldern oder auf speziellen Barfußpfaden mal die Schuhe wegzulassen, so kannst du noch zusätzlich viel für deine Fußgesundheit tun. Mit dieser einfachen Maßnahme härtest du deine Füße ab und verhinderst so manche Fehlstellung.

Unsere Füße tragen uns durchs ganze Leben und müssen viel verkraften. Mit diesen Wildpflanzen Pflegen und helfen bei Warzen, Schweißfüßen und viel mehr.
Verwendest du noch andere Wildkräuter für deine Fußgesundheit? Erzähle uns doch gerne in den Kommentaren darüber!

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