Wildkräuter für den weiblichen Hormonhaushalt
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Suchst du nach einer Alternative zu künstlich hergestellten Hormonprodukten, um Probleme der Wechseljahre und prämenstruelle Symptome zu lindern? Es gibt einige Wildkräuter, die Östrogen- und Progesteron-ähnliche Hormone in großen Mengen enthalten. Sie können dir helfen, den Hormonhaushalt auszugleichen und Beschwerden auf natürliche Weise zu lindern. Um welche Pflanzen sich sich dabei handelt und wie du sie für dich nutzen kannst, zeige ich dir in diesem Beitrag!

Wie sich ein Progesteron- und Östrogenmangel auf den Körper auswirkt

Progesteron und Östrogene sind Hormone, die einen wichtigen Einfluss auf den weiblichen Zyklus haben. Ein Mangel dieser Hormone kann schmerzende Brüste, Schmerzen während der Menstruation, Hitzewallungen, Gewichtszunahme, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Erschöpfungszustände und Blutdruckschwankungen hervorrufen. Bei Progesteronmangel sind Frauen häufiger gereizt und aggressiv, bei Östrogenmangel überwiegt eine traurige bis depressive Stimmung.

Was pflanzliche Hormone bewirken können

Manche Phytohormone sind dem Östrogen und dem Progesteron so ähnlich, dass sie vom Körper als gleichartig anerkannt und genutzt werden. Außerdem regen sie die körpereigene Hormonproduktion an. So unterstützen pflanzliche Hormone den Organismus sanft dabei, wieder ins Gleichgewicht zu kommen und Beschwerden der Wechseljahre und prämenstruelle Symptome zu lindern.

Wichtige Kräuter zur Behandlung von Östrogen- und Progesteronmangel

Die folgenden sieben Kräuter können dir helfen, den Hormonhaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen:

  1. Rotklee enthält vor allem Phytoöstrogene, welche nicht nur einen Östrogenmangel, sondern auch einen Überschuss des Hormons ins Gleichgewicht bringen können. Zu diesem Zweck werden die Blüten des Klees verwendet. Im Frühsommer sind sie auf Wiesen in großen Mengen zu finden. Du kannst aber auch auf verschiedene Nahrungsergänzungsmittel mit Rotklee aus Drogerien, Apotheken oder dem Online-Handel zurückgreifen.
  2. Nachtkerzen haben sowohl einen positiven Einfluss bei Östrogen- als auch Progesteronmangel und regen den Eisprung an. Besonders gut eignet sich das wertvolle Nachtkerzenöl. Du kannst aber auch die schmackhaften Samen selbst sammeln und regelmäßig zu deinen Speisen geben.
  3. Die Phytohormone der Schafgarbe sind überwiegend progesteronartig. Schafgarbe ist ein vielseitiges Heilkraut, das nicht nur in der Frauenheilkunde angewendet wird, sondern auch einen überaus positiven Einfluss auf den gesamten Organismus hat. Zu Heilzwecken wird das blühende Kraut im Ganzen verwendet.
  4. Auch Frauenmantel gehört zu den wichtigsten Heilkräutern für Frauen und ist bei einer Vielzahl von Frauenleiden sehr hilfreich. Es enthält Phytohormone, die dem Progesteron ähneln. Vom Frauenmantel wird das gesamte blühende Kraut gesammelt.
  5. Johanniskraut besitzt eine stark stimmungaufhellende Wirkung und hat einen ausgleichenden Einfluss auf die Psyche. Körperlich hilft es bei einem Östrogenmangel. Verwendet werden die Blüten und die oberen Blättchen des blühenden Krautes.
  6. Die ursprünglich aus Nordamerika stammende Traubensilberkerze wird auch bei uns angebaut, ist aber nur selten wild zu finden. Sie hat einen ausgleichenden, harmonisierenden Einfluss auf den weiblichen Hormonhaushalt. Dazu wird die Wurzel der dreijährigen Pflanze verwendet, die auch gegen Hitzewallungen während der Wechseljahre hilft.
  7. Mönchspfeffer gehört ebenso zu den nicht heimischen Pflanzen, ist jedoch eine der bekanntesten Heilpflanzen zur Behebung von Progesteronmangel, da er die körpereigene Progesteronproduktion anregt. Er wächst im Süden vorwiegend in der Nähe des Meeres sowie an Flussufern. Dennoch kann man ihn auch hierzulande anpflanzen, wenn eine frostfreie Überwinterungsmöglichkeit besteht. Vom Mönchspeffer werden vor allem die Samen, manchmal aber auch die Blätter verwendet. Er wird meist in gepulverter Form eingenommen und sein pfefferartiger Geschmack macht ihn zu einem guten Würzkraut für herzhafte Speisen. Alternativ wird er auch in Teemischungen für Frauen angeboten.
Frauenmantel-Mönchspfeffertee - Wohlfühltee für Frauen
Bild von shop-apotheke.com

So kannst du die Kräuter für dich nutzen

Um einen positiven Effekt für den Hormonhaushalt zu erzielen, solltest du die Kräuter kurmäßig für vier Wochen einnehmen. Dazu kannst du dir sowohl eine Teemischung als auch eine Tinktur herstellen oder auf fertige Präparate aus dem Handel zurückgreifen.

Teezubereitung

Das Kraut der Schafgarbe und des Frauenmantels sowie die Blüten des Rotklees eignen sich gut für einen Teeaufguss. Sie können einzeln oder als Teemischung angewendet werden. Achte beim Trocknen der Kräuter auf einen luftigen, schattigen Ort. Besonders Rotkleeblüten werden leicht braun und neigen zur Schimmelbildung, am besten ist hier der Einsatz eine Dörrgerätes. Mit einer schonenden Trocknung bei unter 40 °C werden die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten. Ich benutze gern diesen Dörrer mit Temperatureinstellung. Für den Aufguss benötigst du zwei Esslöffel Kräuter und einen Liter kochendes Wasser. Übergieße die Kräuter und lasse sie zehn Minuten abgedeckt ziehen.

Tinkturherstellung

Für die Herstellung einer Tinktur kannst du die Wurzeln der Traubensilberkerze gemeinsam mit den Blüten des Rotklees und des Johanniskrautes sowie dem Kraut der Schafgarbe und des Frauenmantels ansetzen. Verwende für die Tinktur mindestens 40-prozentigen Alkohol und lasse sie zwei bis vier Wochen ziehen. Was du sonst noch beim Ansetzen einer Tinktur beachten solltest, erfährst du hier. Wenn du Auszüge mit Alkohol meiden möchtest, kannst du einige der wertvollen Inhaltsstoffe auch mit dieser Rezeptur für alkoholfreien Tinktur lösen.

Mit diesen Kräutern kannst du leichte Wechseljahresbeschwerden gut in den Griff bekommen und stärkere Leiden zumindest lindern. Zusätzlich unterstützt du mit den Kräutern den ganzen Körper und kannst auf gekaufte, synthetisch hergestellte Produkte verzichten.

Was hilft dir sonst noch gegen prämenstruelle Symptome und Wechseljahresbeschwerden? Kennst du noch weitere Wildkräuter, die den weiblichen Hormonhaushalt regulieren können?

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