Schmalblättriges Weidenröschen
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Im Gegensatz zu den zahlreichen Kräutern für die Frauenheilkunde findet man Heilkräuter mit positiven Effekten speziell für die männliche Gesundheit eher selten. Zu den Ausnahmen gehört das Weidenröschen, das wertvolle Heilimpulse für verschiedenste Prostata-Beschwerden setzen kann. In der Küche lässt sich das schmackhafte Kraut ebenfalls gut verwenden.

Steckbrief

Lateinischer NameEpilobium angustifolium
Andere NamenFeuerkraut, Waldweidenröschen, Waldschlagweide, Frauenhaar
FamilieNachtkerzengewächse ( Onagraceae)
ErntemonateApr-Sep
Verwendbare PflanzenteileBlätter, Blüten, Knospen, Triebe, Wurzeln
Blattformlanzettlich
Blütenfarberosa
FundorteWaldlichtungen, Wegesränder, Waldränder, Hecken
Verwechslungs­gefahrmit anderen Weidenröschen, die in der Küche genauso, aber in der Heilkunde anders verwendet werden.
Giftigkeitungiftig
Besondere InhaltsstoffeFlavonoide, Gerbstoffe, Pektin, Schleimstoffe, Vitamin C
Eigenschaftenentzündungs­­hemmend, harntreibend, schmerzstillend
Hilft beiHarnwegsinfekte, Nierenprobleme, Prostatabeschwerden

Anwendungen

Das Schmalblättrige Weidenröschen ist ein wertvolles Heil- und Küchenkraut. In der Heilkunde lässt es sich vorwiegend gegen Männerleiden einsetzen. Als Nahrungsmittel findet es vielfältige Verwendung als Gemüse, im Salat und zum Würzen.

In der Ernährung

Das Weidenröschen blüht üppig, seine vielen Blüten lassen sich leicht ernten. Sie schmecken pur gegessen, im Salat und eignen sich als Dekoration auf herzhaften und süßen Speisen.

Genauso reichlich stehen auch die Knospen zur Verfügung, die sich neben dem rohen Verzehr gut zum Garen mit anderem Gemüse eignen. Probiere doch mal dieses sommerliche Rezept für Aubergine mit Weidenröschen.

Zarte, junge Blätter mit ihrem hohen Vitamin-C-Gehalt lassen sich zum Frühjahrsbeginn fein geschnitten zu Salaten und Kräuterquark mischen, oder mit anderem Gemüse und Wildkräutern garen.

Die jungen, noch weichen Stängel kannst du schälen und wie Spargel zubereiten.

Im April, wenn die Pflanze gerade austreibt, wird auch die Wurzel geerntet. Sie wird gesäubert und geschält und schmeckt roh genauso wie gegart. Nach dem Trocknen lässt sie sich zu Mehl vermahlen, welches zum Andicken von Saucen Verwendung findet.

Heilende Anwendungen

In der Heilkunde wird das Weidenröschen als Tee und Tinktur genutzt. Bei Wunden können frische, gequetschte Blätter helfen, jedoch gibt es dazu wesentlich heilkräftigere Pflanzen, zum Beispiel Hirtentäschel oder Spitzwegerich.

Tee

Bei gutartigen Prostataveränderungen, aber auch unterstützend bei Prostatakrebs, kann Weidenröschen-Tee helfen. Er wirkt zudem rückbildend bei einer vergrößerten Vorsteherdrüse und gleicht verminderten Harnfluss aus.

Doch nicht nur Männern hilft der Teeaufguss, auch Frauen können von ihm profitieren. So wird er bei Reizblase, Nierenunterfunktion und Blasenschwäche getrunken und bringt auch Linderung bei allen anderen Harnwegsproblemen.

Auf die Psyche wirkt Weidenröschen-Tee anregend und vitalisierend.

Für den Aufguss gebe 200 ml kochendes Wasser auf einen Esslöffel frische oder getrocknete Weidenröschenblätter und lasse ihn 10-15 Minuten ziehen. Als Kur solltest du ihn nicht länger als drei Wochen einnehmen und maximal zwei Tassen täglich trinken.

Tinktur

Eine Tinktur aus Weidenröschen-Blättern ist leicht selbst herzustellen. Wende sie bei den gleichen Leiden an wie den Tee. Falls du keine alkoholischen Tinkturen nutzen möchtest, ist dieses Rezept für einen hausgemachten Essig-Auszug vielleicht eine passende Alternative.

Erkennung und Sammeltipps

Dieses Kraut kann unter anderem bei Harnwegserkrankungen, Prostatebeschwerden, Nierentunterfunktion und vielen anderen Problemen helfen.
Die üppig und auffällig blühenden Weidenröschen wachsen ein bis anderthalb Meter hoch. Sie stehen an Wegesrändern, auf Brachflächen, auf Waldlichtungen und an Böschungen.

  • Die Blätter sind lang, schmal und spitz.
  • Sie haben deutliche Blattnerven und sind stiellos.
  • Die Knospen und Blüten stehen kerzenartig am Ende des Stängels.
  • Die Blüten haben in etwa die Größe einer Walnuss.
  • Die Samenstände sind schotenförmig und werden bis zu sechs Zentimeter lang.
  • Die winzigen Samen hängen an weißen, wollartigen Federn.
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