Rosmarin
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Rosmarin ist nicht nur ein beliebtes Gewürz für Gemüse, Fisch und Fleisch, man kann damit auch süße Plätzchen oder spritzige Getränke verfeinern. Als Heilpflanze wirkt Rosmarin anregend auf Kreislauf, Appetit und Durchblutung und kann mit ihrem Duft Kopfschmerzen lindern. Wirkstoffe des ätherischen Öls wirken antibakteriell und antimykotisch. Rosmarin ist also deutlich mehr als ein Gewürz für Ofenkartoffeln!

Steckbrief

Lateinischer NameRosmarinus officinalis
FamilieLippenblütler (Lamiaceae)
Giftigkeitungiftig
Besondere Inhaltsstoffeätherische Öle, Borneol, Campher, Cineol, Gerbstoffe
Eigenschaftenanregend, antimykotisch, appetitanregend, desinfizierend, durchblutungsfördernd
Hilft beiAppetitlosigkeit, Blähungen, Durchblutungsstörungen, Kopfschmerzen, Kreislaufschwäche, Migräne

Anwendungen

Aus Rosmarinnadeln wird ätherisches Öl gewonnen, das sich vielfältig in Küche, Kosmetik und Medizin einsetzen lässt. Auch die Rosmarinnadeln kommen nicht nur als Küchengewürz in Frage, sondern auch als Badezusatz. Egal in welcher Form, Rosmarin wirkt appetitanregend, bringt den Kreislauf in Schwung und steigert die Durchblutung.

In der Ernährung

Wer kennt sie nicht, die leckeren Rosmarinkartoffeln, die nicht nur zur Grillfleisch einen festen Platz im sommerlichen Speiseplan haben. Rosmarin wird zwar gerne getrocknet verkauft, würzt und schmeckt jedoch besser und intensiver, wenn er frisch ist. Eine Rosmarinpflanze auf dem Balkon oder Fensterbrett ist ideal, um stets frische Zweige zur Verfügung zu haben. Traditionell wird Rosmarin bei herzhaften Gerichten eingesetzt, er schmeckt aber auch außergewöhnlich gut in süßem Gebäck.

Rosmarin-Butterplätzchen

Diese Plätzchen schmecken nach Sommer am Mittelmeer und passen gut zu Kräutertee. Eine außergewöhnliche Gebäckspezialität, die sich auch gut als Geschenk aus der Küche eignet. Für eine Blechdose voll Mittelmeerduft brauchst du:

  • 240 g Zucker
  • 200 g Butter
  • 320 g Mehl
  • 1 TL Meersalz
  • 1 Zitrone
  • 4 Zweige Rosmarin (oder 2 gehäufte Esslöffel getrocknete Rosmarinnadeln)
  • 1 Ei
  • 1 Päckchen Vanillezucker

Das Rezept lässt sich gut vorbereiten und als roher Teig auch einfrieren, um jederzeit frische Plätzchen zur Hand zu haben. Den Teig stellst du so her:

  1. Die weiche Butter schaumig schlagen.
  2. 180 g vom Zucker abwiegen und mit Salz und Vanillezucker mischen.
  3. Das Zuckergemisch unter die Butter rieseln lassen und weiter rühren.
  4. Das Ei unter die Buttercreme rühren, bis das Butter-Zuckergemisch weißlich wird.
  5. Frische Rosmarinnadeln mit einem scharfen Messer hacken und unter die Buttercreme mischen. Alternativ die getrockneten Rosmarinnadeln unterrühren.
  6. Zum Schluss das Mehl unter kneten und den Teig etwa eine halbe Stunde kühl stellen.
  7. Währenddessen die Zitronenschale abreiben und mit dem verbleibenden Teil Zucker vermischen.
  8. Den gekühlten Teig zu einer Rolle mit etwa vier Zentimeter Durchmesser rollen und im Zitronenzucker wälzen.
  9. In zirka ein Zentimeter dicke Scheiben schneiden und bei 180 Grad Umluft 10 bis 15 Minuten backen.

Wenn du magst, kannst du vor dem Backen noch Mandelsplitter auf die Teigscheiben drücken.

Heilende Anwendungen

Rosmarin wirkt anregend auf Verdauung und Kreislauf, weswegen empfindliche Menschen darauf achten sollten, abends darauf zu verzichten. Das ätherische Öl ist jedoch ideal, um damit die Durchblutung von Muskeln zu fördern oder Blähungen zu vertreiben. Achtung: zu viel Rosmarin kann berauschende Wirkung haben und Krämpfe auslösen! Mehr als 20 Tropfen ätherisches Öl solltest du pro Tag nicht einnehmen, Schwangere verwenden Rosmarin besser nur sparsam als Gewürz und nicht als Heilmittel.

Je nach Kultur und Legende steht Rosmarin für die Liebe oder den Tod. Verwende das mediterrane Küchenkraut im Badezusatz, Salben und viel mehr!

Ätherisches Öl

Ätherisches Rosmarinöl wirkt vitalisierend, kann Kopfschmerzen vertreiben und Verdauungsbeschwerden lindern. Es ist daher in der Aromatherapie ein beliebtes Öl, um in Duftlampen oder Zerstäubern eingesetzt zu werden.

Als appetitanregendes und blähungslinderndes Mittel kann das reine ätherische Öl auf einem Würfelzucker geträufelt eingenommen werden.

Bei Muskelverspannungen und Rückenschmerzen helfen durchblutungsfördernde Massagen mit pflanzlichem Massageöl, dem einige Tropfen Rosmarinöl hinzugefügt werden. Weil Rosmarinöl auch desinfizierende Eigenschaften hat, kann es tropfenweise auch Wundsalben hinzugefügt werden, um die Heilung zu beschleunigen.

Tee

Wer kein ätherisches Rosmarinöl zur Hand hat, kann sich einen appetitanregenden und blähungslindernden Tee auch aus den getrockneten Nadeln aufgießen. Pro Tasse empfiehlt sich ein Esslöffel der getrockneten Nadeln, die nach etwa 10 Minuten Ziehzeit einen würzigen Tee ergeben. Mit Honig gesüßt etwa eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten getrunken, regt der Rosmarintee den Appetit stark an, indem er die Magensaftproduktion ankurbelt.

Badezusatz

Als Badezusatz wirkt Rosmarin anregend und belebend und ist daher nicht als abendliches Entspannungsbad geeignet. Um dich mit einem Rosmarinbad fit zu machen, koche 50 g Rosmarinnadeln in etwa einem Liter Wasser für ungefähr eine Viertelstunde auf, während das Badewasser einläuft. Gieße dann den entstandenen Sud durch ein Sieb in die Badewanne. Durch die desinfizierende Wirkung von Rosmarin fördert ein solches Bad auch gut die Heilung großflächiger oder schlecht heilender Wunden.

Körperpflege mit Rosmarin

Rosmarin ist ein beliebter Zusatz in Haarwasser und soll die Kopfhaut pflegen und das Haarwachstum durch eine verbesserte Durchblutung der Kopfhaut fördern. Durch die antimykotische Wirkung des Rosmarins kann Rosmarinhaarwasser auch bei der Behandlung von Schuppen unterstützend angewendet werden.

Anbautipps

Rosmarin ist denkbar einfach durch Stecklinge zu vermehren. Schneide dazu einen frischen Rosmarinzweig am unteren Ende schräg an und stelle ihn in ein Glas Wasser, bis sich Wurzeln bilden.

Rosmarinpflanzen verholzen mit den Jahren. Um dem vorzubeugen, solltest du die Pflanzen jedes Jahr nach der Blüte großzügig zurück schneiden, sodass sie komplett neu austreiben muss. So verjüngst du deine Rosmarinpflanze kontinuierlich und kannst jeden Sommer frische junge Zweige ernten.

Achtung:
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