Muskatnuss
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Die Muskatnuss wird in der süßen und herzhaften Küche gleichermaßen gerne zum Würzen eingesetzt. Weil ihr Aroma leicht verfliegt, solltest du immer ganze Nüsse frisch reiben statt das Gewürz als Pulver zu verwenden. Traditionell wird die Muskatnuss zur Stärkung der Nerven und zur Förderung der Verdauung eingesetzt, wobei zu beachten ist, dass zu große Dosen des Gewürzes rauschähnliche Zustände hervorrufen können.

Steckbrief

Lateinischer NameMyristica fragrans
Andere NamenMuskat
FamilieMuskatnussgewächse (Myristicaceae)
Giftigkeitungiftig
Besondere Inhaltsstoffeätherische Öle, Harze, Lykopin, Myristicin
Eigenschaftenhalluzinogen, nervenstärkend, verdauungsfördernd
Hilft beiNervosität, Schlaflosigkeit, Verdauungsprobleme

Anwendungen

Eigentlich ist die Muskatnuss gar keine Nuss, sondern der Kern einer gelben Frucht, die etwas einer Aprikose ähnelt und welche in ihren Herkunftsländern in Asien, Südamerika und Afrika roh gegessen wird. In Europa kennt man nur den würzigen Geschmack des Kerns, der idealerweise erst in der Küche gerieben wird, denn das feine Aroma verfliegt leicht. Richtig dosiert kann Muskatnuss die Nerven stärken und Nervosität nehmen, sowie die Verdauung unterstützen.

In der Ernährung

Wer mit Muskatnuss würzen möchte, greift meist zu bereits geriebenen Nüssen oder gar zu „Muskatwürze“, also Würzmischungen, die wenig bis gar keine Muskatnuss enthalten, aber durch entsprechendes Aroma das Vorhandensein der teuren Nuss vorgaukeln. Wer das Aroma in der Küche nutzen möchte, kauft daher besser ganze Nüsse und reibt diese frisch ins Essen. Liebhaber verwenden hierfür spezielle Muskatnussreiben. Achtung: nur vorsichtig dosieren, das Aroma ist sehr intensiv und kann leicht zu dominant werden!

Übrigens: was als „Muskatblüte“ verkauft wird, ist in Wirklichkeit der Samenmantel, der wie ein lockeres Geflecht den Kern, die „Muskatnuss“ umhüllt. Dieses Gewürz ist auch als Macis benannt.

Muskatnuss Pudding

Es muss nicht immer Pudding aus dem Päckchen sein! Dieser Pudding ist durch das Muskantnussaroma etwas ganz Besonderes und passt gut zu Aprikosen- oder Pflaumenkompott. Für vier Naschkatzen brauchst du:

  • 200 ml Sahne
  • 300 ml Milch
  • 3 Esslöffel Zucker (oder mehr, je nach Geschmack)
  • 30 g Speisestärke
  • Vanille
  • 1 gestrichener Teelöffel geriebene Muskatnuss, je nach Geschmack

Dieses Grundrezept eignet sich für jede Art von Pudding, den du nicht nur mit Muskatnuss abwandeln kannst.

  1. Sahne und Milch in einen Topf geben und mischen.
  2. Etwa 100 ml der Flüssigkeit in ein separates Gefäß gießen und mit der Speisestärke verrühren.
  3. Das Sahne-Milchgemisch langsam erwärmen und dabei mit Zucker, Vanille und Muskatnuss abschmecken. Die Muskatnuss sollte deutlich hervor schmecken, die Vanille nur den sahnigen Geschmack unterstreichen.
  4. Wenn die Flüssigkeit kocht, von der Platte nehmen und die restliche Flüssigkeit samt darin eingerührter Speisestärke dazu geben.
  5. Den Topf zurück auf die Platte stellen und unter ständigem Rühren kräftig aufkochen.
  6. In eine Schüssel oder kleine Portionsschalen füllen, abkühlen und erstarren lassen und genießen.

Tipp: auch lauwarm und noch etwas flüssig schmeckt der Pudding herrlich.

Heilende Anwendungen

Muskatnuss kann bei entsprechender Dosierung Halluzinationen oder euphorische Zustände auslösen. Das Problem: der dafür verantwortliche Inhaltstoff Myristicin ist in den Nüssen in stark schwankenden Konzentrationen enthalten, was die Dosierung schwierig und sogar gefährlich macht. Je nach Nuss können schon fünf Gramm (etwa eine halbe Nuss) ausreichen, um einen bis zu 12-stündigen unkontrollierbaren Rausch zu verursachen. Ab 15 Gramm Muskatnuss muss mit Vergiftungserscheinungen gerechnet werden. Im ätherischen Öl liegt die Konzentration von Myristicin naturgemäß höher, weswegen das Öl nur verdünnt und am besten nur zur Beduftung verwendet werden sollte.

In geringen Dosen löst Muskatnuss jedoch nervliche Anspannung, beruhigt Nervosität und kann so bei Einschlafproblemen helfen. Auch zur Unterstützung der Verdauung wird Muskatnuss gerne angewendet.

Einschlaftrunk mit Muskatnuss

Die aormatische Muskatnuss verfeinert nicht nur Kartoffelgerichte. Traditionell wird sie auch zur Stärkung der Nerven und Förderung der Verdauung genutzt.

Dieses warme Getränk wird idealerweise etwa 20 Minuten vor dem Zubettgehen getrunken, um ein schnelles und entspanntes Einschlafen zu fördern. Für einen Becher wohltuendes Getränk brauchst du:

  • 200 ml Sojamilch
  • ½ Teelöffel geriebene Muskatnuss
  • 2 Teelöffel Honig

Bitte nimm nicht mehr als die angegebene Menge Muskatnuss, um möglichen Nebenwirkungen vorzubeugen.

  1. Die Milch mit der frisch geriebenen Muskatnuss vermengen und aufkochen.
  2. Den Honig unter die etwas abgekühlte Milch rühren und das Getränk warm in kleinen Schlucken trinken.

Bitte verwende hier wirklich keinen Zucker, sondern Honig: er drosselt in unserem Körper die Produktion und Ausschüttung von Orexin, einem körpereigenen „Wachmacher“. Je weniger davon in unserem Blut ist, desto besser können wir einschlafen. Wage dich auch an Sojamilch, denn diese ist besonders reich an Tryptophan, einem Stoff, durch den das schlaffördernde Glückshormon Serotonin ausgeschüttet wird. Das wirkt zusätzlich entspannend!

Achtung:
Der Besuch dieser Seite kann nicht den Besuch beim Arzt ersetzen. Ziehe bei ernsthaften oder unklaren Beschwerden unbedingt deinen Arzt oder Apotheker zu Rate!
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