Koriander
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Koriandergrün wird optisch leicht mit glatter Petersilie verwechselt, jedoch ist der Geruch sehr charakteristisch. In Mitteleuropa wird fast ausschließlich mit Koriandersamen gewürzt, auf allen weiteren Kontinenten landet hauptsächlich das grüne Kraut in Töpfen und auf Salattellern. Aber auch das ätherische Öl der Samen wird besonders für seine antibiotische Wirkung geschätzt.

Steckbrief

Lateinischer NameCoriandrum sativum
Andere NamenBöbberli, Calander, Coriander, Kalanner, Krapenkörner, Luppi, Pöperli, Stinkdill, Wanzenkraut, Wanzendill, Schwindelkörner, arabische Petersillie
FamilieDoldenblütler (Apiaceae)
Giftigkeitungiftig
Besondere InhaltsstoffeAldehyde, ätherische Öle, Kampferöl, Linalool
Eigenschaftenantibakteriell, verdauungsfördernd
Hilft beiBlähungen, Verdauungsprobleme

Anwendungen

Vom Koriander werden Blätter und Samen zum Würzen verwendet, welche sich im Geschmack sehr deutlich unterscheiden. In der Naturheilkunde werden nur die Samen verwendet, aus denen auch ätherisches Öl gewonnen wird, welches gegen Blähungen und andere Verdauungsbeschwerden hilft, sowie Bakterien und Pilze abtöten kann.

In der Ernährung

Wer das grüne Korianderblatt nicht kennt, wird es zunächst mit glatter Petersilie verwechseln. Doch schon beim Geruch scheiden sich buchstäblich die Geister: wer seinen Geruchs- und Geschmackssinn noch nicht mit den darin enthaltenen Aldehyden vertraut gemacht hat, dem meldet sein Gehirn „Seife“, was zu sofortiger Ablehnung und empfindlichen Reaktionen bis hin zu Brechreiz beim Verzehr reichen kann. Es wird diskutiert, ob eine Abneigung gegen die Aldehyde auch genetisch bedingt sein könnte, jedoch gelingt es vielen Menschen, ihrem Gehirn den „Seifengeschmack“ durch mehrmaligen Verzehr von Korianderkraut abzugewöhnen. Insbesondere in Thailand und Georgien ist frisches Koriandergrün eine Zutat, die zu fast jeder Mahlzeit verwendet wird.

Die Koriandersamen erinnern im Geschmack leicht an Anis und führen selten zu Abneigungsreaktionen. Sie sind fester Bestandteil von Currymischungen, manchem Lebkuchen- oder Brotgewürz. Korianderkraut ist fester Bestandteil der grünen Mojosauce von den Kanaren:

Mojo verde

Die grüne Variante der roten Paprikasauce lebt vom Geschmack des frischen Koriandergrüns. Für eine Schale voll brauchst du:

  • 1 Bund frisches Koriandergrün
  • 2-3 Zehen Knoblauch
  • 250ml kalt gepresstes Olivenöl
  • ½ Bund Petersilie
  • Pfeffer, Salz

Wer dem Mojo eine säuerliche Note verpassen möchte, fügt noch eine Schote grünen Spitzpaprika hinzu.

  1. Die geputzten Kräuter und Knoblauch im Mixer pürieren.
  2. Nach und nach das Öl dazu geben.
  3. Mit Pfeffer, Salz und eventuell etwas Zitronensaft abschmecken.

Zu kleinen, in Schale gegarten Salzkartoffeln „papas arrugadas“ oder einfach nur Weißbrot oder Grillfleisch servieren.

Heilende Anwendungen

Die grünen Blätter des Koriander haben keine medizinalen Wirkstoffe, jedoch lässt sich aus den Samen ein ätherisches Öl gewinnen, das ähnliche, jedoch weitaus schwächere Wirkung hat wie Kümmel oder Fenchel und Blähungen mindert. Darüber hinaus kann Korianderöl fast als „natürliches Antibiotikum“ betrachtet werden, denn es wirkt stark gegen Bakterien und auch Pilze. Wer Koriandersamen zur Linderung von Verdauungsbeschwerden verwendet, sollte vorab ausprobieren, ob nicht allergische Reaktionen zu erwarten sind, denn in einer Schweizer Studie reagierten 15% der Studienteilnehmer allergisch.

In Südamerika, Asien und Afrika nutzt man Korianderblätter zum Würzen. In Mitteleuropa werden die Samen verwendet und für ihre blähungslindernde Wirkung geschätzt.

Anbautipps

Weil frische Korianderblätter nicht überall erhältlich sind, ist es für Liebhaber des Aromas sinnvoll, das Kraut im Garten anzubauen.

Koriander braucht zum Keimen Wärme, weswegen er frühestens Ende April im Freiland ausgesät wird. Möchtest du die Blätter ernten, so kannst du dies den ganzen Sommer über tun und diese auf Vorrat einfrieren oder kopfüber trocknen. Gegen Ende des Sommers bilden sich in den Blütenständen die Samen. Leider fallen diese wenn sie reif und trocken sind recht schnell auf die Erde, weswegen du sie besser früh erntest und an der Sonne nachtrocknen lässt, um nicht die Hälfte der Ernte zu verlieren. Die Pflanzen sind einjährig, du musst also jedes Jahr neu aussäen.

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